Freiwild Natural Coffein-Drink

Limoaden, die in Richtung Saftschorle gehen und mit Koffein experimentieren. Das könnte was werden, dachte ich mir neulich bei Dr. Go. Dessen Brombeer-Heidelbeer-Geschmack war aber so gar nicht mein Ding. Bei der Verköstigung einer mir bisher unbekannten Brause aus dem Schwarzwald stellt sich aber heraus, dass die Spur richtig war. Apfel, Sauerkirsche und Apfelbeeren (Aronia) treffen meinen Geschmack sehr gut. Koffein und Gurana-Extrakt sind in ausreichenden Mengen (31,5 mg/100 ml) vorhanden. Es schmeckt lecker, es macht munter, ich sollte vollkommen zufrieden sein.

Geht aber nicht. Geht gar nicht. Denn was Namensgebung und Etikett betrifft ist das Gesöff nichts anderes als sexistische Kackscheiße. Allein schon der Name Freiwild. Dazu dann eine vollbusige Schwarzwaldschönheit mit Bollenhut und tiefem Ausschnitt auf dem Etikett. Das ist so plump, dass sogar der Deutsche Werberat schon 2009 dagegen protestierte. Die Freiwild-Macher reagierten auf diese „Zensur“ mit ganz typischen Argumenten:

Das Image und das Selbstverständnis von Freiwild bezog sich auf Menschen, die jung im Geiste, selbstbewusst, tough und sexy sind – Frauen wie Männer. Der Vorwurf war einfach irrwitzig, in ihrem Team waren ja auch Frauen. Und die Freiwildtruppe war ein Paradebeispiel dafür, wie Frauen und Männer gemeinsam an einem Strang ziehen, weil sie alle an die Sache geglaubt haben. Größere Distanz zu Frauenverachtung kann man kaum haben.

Als junge Existenzgründer mit „frecher Geschäftsidee“ (no shit) steht man eben über den Dingen. Die Kritiker haben die witzige Bedeutung nicht verstanden. Und außerdem sind einige ihrer besten Freunde schwul sogar Frauen im Team!!!11einself.

Vergessen wir es einfach. Falls ein anderer Brausehersteller aber auf die Idee kommen sollte, Apfel-Kirsch-Schorle mit Koffein zu versetzen, würde ich das sehr begrüßen.

4 Gedanken zu „Freiwild Natural Coffein-Drink“

  1. Zu meiner Zeit hatte man noch Anstand – nicht nur gegenüber Frauen, sondern überhaupt gegenüber anderen Menschen (ja, damals zählten sogar noch Männer zu dieser Spezies).

    Dass man – wie der Autor der Fäkalbeschimpfung „sexistische Kackscheiße“ – allein aufgrund von behaupteten Verfehlungen seine Mitmenschen so übel und ehrverletzend beschimpft, hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben. Aber Respekt und Würde gelten heute ja nicht mehr als Basis der zwischenmenschlichen Kommunikation, sondern werden nur noch als verdünnte Zutat dümmlicher politisch-korrekter Normen eingesetzt – als Aufklärungs- und Menschlichkeits-Surrogat.

  2. Ihr habt doch einen an der Waffel !
    Sich über so etwas aufzuregen aber im Getränkemarkt den Schnaps“ Ficken“ kaufen ….

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