coelna

Wir wurden vom Chaosradio Express Hörer Dennis angeschrieben, der in Köln eine neue Cola ausfindig gemacht hat. Ausgerechnet die Stadt dessen Bier den gleichen Namen wie der lokale Dialekt trägt. Aber das Hackerbrausen-Autorenteam ist gut über die Republik verteilt und so konnte noch am gleichen Tag eine Probe dieser neuen Cola einem Test unterzogen werden. Doch vorab: coelna ist nicht die erste Cola aus Köln. Bereits vor 80 Jahren wurde die afri-cola in Köln produziert und Anfang der 2000er fand der Vertrieb für jolt in Köln statt. Zusätzlich gibt es diverse non-koffeinhaltige Brausen wie bluna aus dem Hause afri oder die Gaffels Fassbrause einer Kölschbrauerei.

cola op kölsch

ist der Spruch mit dem coelna beworben wird. Markenzeichen der 0,33l Flasche ist der cyanfarbene Verschlussdeckel und die Doppelspitze des Kölner Doms auf dem Flaschenhals. Die Ablagerungen am Boden werden auf der eigenen Webseite mit “bodenständig (typisch kölsche Eigenschaft)” nett umschrieben. Sowohl die Cola an sich als auch das komplette Design (Logo, Flasche, Kästen, Gläser) wurden von den Machern in Eigenarbeit entworfen.

Zum Geschmack: dieser wird hauptsächlich durch (den etwas beherzten) Spritzer Zitrone überlagert, weshalb bereits zwei unabhängige Testtrinker eine Ähnlichkeit mit Vita Cola ausgemacht haben. Ansonsten lässt sie sich am besten mit Kölsch vergleichen, das ebenso flach im Geschmack ist, nicht mit Gewürzen trumpft und durch einen angenehmen Kohlensäureanteil frisch bleibt. Der Koffeinanteil liegt mit 25mg/100ml am oberen Ende der deutschen Produktionsvorschriften für Colas. Kühl auf jeden Fall erfrischend für einen warmen Sommertag!

coelna dürfte bisher selbst für eingefleischte Kölner kein Begriff sein, da die Cola erst Mitte Juni (also vor zwei Wochen) auf den Markt eingeführt wurde. Aktuell ist sie in Köln und Umgebung bis nach Aachen in diversen Getränkemärkten, Kiosken und Tankstellen zu haben. Die produzierende GbR hat keine Adresse angegeben, aber deren Telefonnummer verrät, dass sie “op schäl Sick” im rechtsrheinischen Stadtteil Porz sitzt.

Das ansprechende Design, der gute Geschmack und der Lokalpatriotismus werden hoffentlich dazu beitragen, dass diese Cola länger als nur einen Sommer existieren wird.

2 Gedanken zu „coelna“

  1. Hallo Hackerbrause-Team,

    wieder ein schöner Test, den ich bestätigen kann. Gut gekühlt ist die Coelna echt prima (warm leider nicht so…). Der unterschwellige Geschmack ist eine gelungene Abwechslung zum Hau-drauf-Geschmack einiger anderer Cola-Sorten.

    Was mich wundert ist euer Kommentar zum Bodensatz. Bei mir war der jetzt schon bei zwei Flaschen nicht zu entdecken. Und ich würde mich bei den Zutaten auch wundern, wo der her kommen sollte. Ich hatte das „bodenständig“ der Werbung immer schlicht mit dem Boden der Flasche in Verbindung gebracht. Aber ich werde bei der nächsten Coelna mal darauf achten, ob sich doch etwas abgesetzt hat.

    Liebe Grüße
    Fabian

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