Asco-Cola

Wir schreiben hier ja wirklich nur über Getränke, die wir selbst probiert haben. Darum probiere ich trotz zahlreicher Warnungen von Menschen, die es wissen müssen,  Asco-Cola.

Asco-Cola war eine der wenigeg Colasorten, die es in der DDR gab. Noch heute wird laut Aufdruck das Originalrezept aus sozialistischen Zeiten verwendet. „Das ist Kult“ liest sich das Flaschenettikett verheißungsvoll, doch ob die Brause auch schmeckt?

Nein. Es schmeckt etwa wie schlecht gewordene Multivitaminbonbons mit Dosenmilch. Gruselig. Widerlich. Ich kann die Flasche nicht austrinken, wo ich doch auch sonst vor nichts zurückschrecke. Definitiv keine Hackerbrause.

Wer aber mal die ungeliebte Westverwandtschaft dazu bewegen möchte, das Gesicht qualvoll zu verziehen und schnellstmöglich einen Ort für orale Entleerung aufzusuchen, für den sind 0,39 Euro für die Halblitereinwegplasteflasche Asco-Cola eine gute Investition.

10 Gedanken zu „Asco-Cola“

  1. fällt mir erst jetzt ein… asco heisst eckel auf spanisch. haha. eckel cola. oh mann. was für ein fail name.

  2. Asco Cola IST Kult! Ist eine sehr gute Cola nach Originalrezept und besser als dieses ganze süße Westzeug!!!! Leider in Berlin nicht zu bekommen :(

    3 wirklich gute und originale Ostcolas, nur zu empfehlen:

    Asco Cola
    Quick Cola von Duphorn & Franke aus Calbe
    Neunspringer Cola, (die originale Vita Cola!!!)

  3. also ich habe sie mir auch gekauft ich finde sie schmeckt kann mich zwar nicht an den geschmack von damals erinnern aber kult ist kult da ändert sich nun mal nichts. die schokilade schmeckt auch anders als damals viel süsser und ja es gibt die cola noch zu kaufen jedenfalls bei uns auf den lande in Penkun hab sie auch nur da gefunden.

  4. mal einige Worte zu der Pfeife die Anfangs über asco-cola hergezogen ist. Vergleich mal asco-cola mit coca-cola ! Asco-cola
    kannst du ne ganze Flasche Trinken !! Bei Coca-cola ist dies leider nicht möglich,da dir spätestens nach dem vierten oder fünften Schluck die Goschen zuklebt. Denk mal dran,wenn du über etwas herziest.

  5. Ich war süchtig nach der Asco Cola damals und kann mir nicht vorstellen, dass sie so widerlich schmecken soll, wenn es das Originalrezept von damals ist. Leider habe ich sie nirgendwo mehr auftreiben können. Ich würde sie soooo gerne noch einmal trinken. Woher kann man sie beziehen?

  6. In der DDR gab es ca. 60 Colasorten. Von eigentlich nicht zumutbarem Geschmack, wie die Cola Colette, bis zu Sorten die wir hier im Norden der DDR ,der in Lizenz produzierten Pepsi-Cola (im Getränkekombinat Rostock) vorzogen (Quick Cola – Stern Cola).
    In Ostberlin gab es in den 1980ern nur eine Sorte (Club-Cola), die übrigens nicht schmeckte. Die selbe Club-Cola aus den Getränkewerk Hagenow syffelte dagegen vorzüglich.
    So ähnlich war es auch bei der Asco-Cola. Je nach Sorgfalt in der Herstellung und Qualität des Trinkwassers (Margon-Cola, nur erhältlich in der Dresdener Ecke war lecker) konnte der Genuss der selben Sorte völlig unterschiedlich ausfallen.
    Aufgrund der Vielzahl von kleineren Brauereien in der Zone war die Verfügbarkeit der einzelnen Cola-Sorten regional , zeitlich eingeschränkt und unterschiedlich (je nach Supermarkt-Kette HO/Konsum) verfügbar.

  7. Wen es interessiert, hier eine (unvollständige) Liste der DDR-Colamarken:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Cola-Marken

    Genauso vielfältig war die Liste von Limonaden, von der unvergesslich leckeren Mandarinenlimo „Mandora“, bis zur manchmal vergoren „schmeckenden“ „Maracuja“, es gab eine große Bandbreite.
    Die leckersten Limonaden im Ostblock gab es in Ungarn, die hatten außer Traubisoda ua. sogar eine „Eper“ Brause, die wirklich nach natürlichen & kräftigen Erdbeersaft schmeckte und nicht künstlich, wie heutzutage.

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