Alu, Plaste oder Glas?

Wo wir doch sonst immer vornehmlich den puren Geschmack der Getränke bewerten, gehen wir heute mal der Verpackung auf den Grund.

Als alter Öko bin ich ja geneigt, Getränke in Mehrwegpfandflaschen zu kaufen. Doch viele spannende Getränke werden auch und teilweise sogar nur in Einwegverpackungen angeboten. Ich mache den Versuch herauszufinden, was am besten schmeckt.

Vorweg aber ein paar Worte zur Nachhaltigkeit: Mitterweile wirbt selbst die Dosenlobby mit der behaupteten Nachhaltigkeit ihres Produktes. In der Recyclierbarkeit stehen sich Glas, Plaste und Alu wohl in wenig bis nichts nach. Aber der Primärenergieaufwand für die Herstellung von Aluminium ist bei weitem der höchste und hat auch den meisten negativen Einfluss auf die Umwelt. Dennoch gibt es einen noch bedeutenderen Faktor: Je mehr Inhalt desto ökologisch sinnvoller, denn ein besseres Verhältnis von Verpackung und Inhalt spart Material und Transportenergie. Diese putzigen Fünftelliter-Gastro-Fläschchen sind also ökologischer Unfug.

Zunächst gilt es, sinnvolle Testbedingungen zu schaffen. Ich muss also ein Getränk auftun, das in allen Verpackungsvarianten vorliegt. Da gibt es nur eines: Afri Cola. Afri gibt es in der Liter-Einwegplastefasche, der Drittelliter-Einwegaludose und der Fünftelliter-Mehrwegglasflasche (Die Zeiten, in denen es Afri auch in der Dreiviertelliter-Brunnenflasche gab, scheinen vorbei zu sein). Am besten: Afri hat, was mich angeht, den absoluten geschmacklichen Nullmeridian: sie schmeckt nicht schlecht und auch nicht herausragend und kann wie Wasser getrunken werden. Die drei zu testenden Getränkeeinheiten wurden natürlich alle einen Tag lang auf die selbe Temperatur heruntergekühlt.

Ich trinke also aus jedem Behälter einen Schluck und stelle fest: Glasflaschenafri und Plasteflaschenfri schmecken nur ganz leicht verschieden, Aludosenafri schmeckt nach Aludose. Da Glas gewissermaßen amtlich Geschmacksneutral ist, sollte die schwarze Brause aus der Glasflasche schmecken wie aus der Abfüllanlage. Die Cola aus der Einwegflasche schmeckt anders. Ich weiß nicht genau in welche Richtung, sie schmeckt weder schlechter noch besser, aber irgendwie eben leicht anders. Das mag wohl am Acetaldehyd aus der PET-Flasche liegen. Das Getränk aus der Dose schmeckt fast mehr nach Dose als nach Getränk. Auch wenn die Getränkedose als Geschmacksneutral beworben wird: Es schmeckt anders und mir schmeckts garnicht.

Was also haben wir gelernt? In der Glasflasche schmeckts so, wie der Hersteller sich das gedacht hat und je größer die Flasche desto besser für die Umwelt. Die Killerapplikation unter den Brausen wäre also das persönlich bevorzugte Getränk in der Imperial- oder Magnumflasche.

5 Gedanken zu „Alu, Plaste oder Glas?“

  1. Hm, ihr könnt ja mal bei Afri Cola anfragen, was die dazu sagen…. ich fürchte aber gar nichts, bzw. Das du nen gestörten Geschmackssin hast.

  2. geschmack und geschmackssinn ist immer subjektiv, von daher ist die vergleichsbasis um von einer störung zu sprechen garnicht gegeben. letztendlich musst du selbst rausfinden, was dir schmeckt, das hackerbrausenblog liefert nur anhaltspunkte.

  3. es gibt ja leute, die schwören auf den metallischen geschmack von coca cola aus der dose und sagen, das sei das wahre getränk der götter. alles schon gehört.

  4. Ich gebe zu, dass ich zumindest Wasser in der Regel in 1,5 l Plastikflaschen kaufe. Einfach, weil sowohl Preis als auch Transportierbarkeit gut sind.

    Bier, Wein und Weichgetränke (und eigentlich auch Wasser) schmecken mir aber auch Glasflaschen einfach am besten.

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